Bierdeckelturnier der Bogensparte 2026
Im Zeichen der Minions
Wer erlegt den Minion? Das war die finale Aufgabe beim Bierdeckelturnier. Doch zunächst traten 16 Bogenschützinnen und -schützen bei dem coolen Event am 5. September auf dem Fußballfeld von Saxonia an. In 70 Meter Entfernung stand das Ziel: Ein „Bierdeckel“, etwa 1×1 Meter groß auf einer 2×2 Meter Scheibe. Das Motiv: kein Hahn wie sonst auf einem Bierdeckel üblich, sondern ein knallgelber Minion mit Pfeil und Bogen – gefertigt von Robert. Der Minion war allerdings nur auf kurzer Distanz zu erkennen.
Die Regeln: Erlaubt waren alle Pfeil- und Bogenarten. Schüsse mit Compoundbögen und Bögen mit Zieleinrichtung kamen nicht in die Wertung. Geschossen wurden insgesamt zweimal sechs Passen à fünf Pfeile auf den „Bierdeckel“. Dabei standen alle Teilnehmer in einer Linie. Jeweils nach fünf Pfeilen – also einer Passe – wurde gezogen und das Ergebnis aufgeschrieben. Alle Punkte wurden addiert, hier hat sich Yannis verdient gemacht. Nach sechs Passen, also 30 Pfeilen, gab es eine Pause. Und danach wurden noch einmal sechs Passen à fünf Pfeile geschossen. Erreicht werden konnten maximal 900 Punkte. Der Sieger oder die Siegerin erhält den Wanderpokal für ein Jahr.
Bei zunächst bestem Wetter mit Sonne und viel Wind startete das Turnier. Bei der ersten Passe gingen zahlreiche Pfeile weit vor dem Ziel zu Boden, aber auch etliche über das Ziel hinaus. Doch die Schützinnen und Schützen sammelten außer ihren Pfeilen aus dem Rasen auch Erfahrungen. So fanden sich mehr und mehr Schüsse in der Scheibe und zunehmend auch im Minion auf dem „Bierdeckel“.
Für die Pause hatte Vereinswirt Andrea einen leckeren Mittagssnack vorbereitet. Es gab Pizza und Pasta, Kaltgetränke und Cappuccino. Die Sonne hatte sich da allerdings schon hinter dunklen Wolken verzogen, und es begann zu regnen. Bei starkem Wind kippte sogar die Zielscheibe um und es riss einige Pfeilfangnetze herunter. Doch alles war fix wieder aufgebaut.
Nach netten Gesprächen und vollgestopft mit italienischen Köstlichkeiten ging es in die zweite Runde. Zumeist bei mehr oder weniger starkem Regen und ziemlich viel Wind. Fast alle Teilnehmenden standen dennoch wieder an der Abschusslinie. Nach weiteren sechs recht feuchten Passen war das Turnier beendet. Nun folgte ein kurzer Spezialwettkampf auf dem neuen Platz der Bogensparte.

Dort stand als Ziel Minion „Stuart“ mit Pfeil und Bogen – auch von Robert hergestellt. Zwei Tage und Nächte war der 3D-Drucker im Einsatz, bevor das Werk vollendet war, wie Robert verriet. Hier ging es schnell: Jeder schoss zwei Pfeile auf den Minion, wer nicht traf, schied aus. In der ersten Runde waren Angela, Roman, Chris, Martin, Jens und Robert erfolgreich. In der zweiten Runde – der Minion versuchte weiter entfernt auf der Schnecke zu flüchten – trafen Angela, Chris, Jens und Robert erneut das Ziel. Zuletzt bewiesen sich auf noch größere Distanz Jens und Robert als sichere Schützen und teilten sich den Sieg. Für beide gab es einen „Banana-Minion“, den Jens sofort verspeiste – bis auf das Auge natürlich.

Beim 70-Meter-Schießen sicherte sich Lukas mit 430 von möglichen 900 Punkten den ersten Platz und somit den Wanderpokal. Auf Platz zwei schoss sich Timo mit 400 Punkten, Dritter wurde Roman mit 385 Zählern. Und für alle drei erfolgreichen Schützen gab es auch noch einen Minion im Mini-Format.
Großen Dank an Robert, der als Organisator den Hut auf hatte, und an alle weiteren Unterstützer. Es war ein tolles Turnier mit Herausforderungen, vielen Ideen, coolen Zielen und Gewinnen, netten Gesprächen und leckeren Speisen.
Martina Steffen