Schießen, Gewinnen, Tauschen
Schrottwichtel-Schießen zum Jahresabschluss: 14 Bogenschützinnen und Bogenschützen gingen am 17. Dezember in der Sporthalle der Wilhelm-Busch-Schule an den Start. Außer Pfeil und Bogen hatten alle einen besonders ungeliebten, geschmack- oder nutzlosen Gegenstand als Geschenk mitgebracht. Einige der Präsente waren liebevoll eingepackt, andere eher dem Inhalt entsprechend. Zunächst wurden alle Geschenke mit einer Nummer versehen.

Geschossen wurde dann auf eine Scheibe – auf kleine nummerierte Ziele, jeweils mit einer Ein-Pfeil-Runde. Thorsten hatte die Zielscheibe mitgebracht: Diese war mit Geschenkpapier umwickelt – mit dem Motiv Disney-Prinzessinnen. Zudem zierte noch eine rote Glitzergirlande die Scheibe. Der unruhige Hintergrund machte das Schießen noch spannender.

Die Regel lautete: Falls niemand trifft, wird die Schrottwichtel-Zielscheibe immer näher an die Grundabschusslinie gerückt. Jeder hatte also die Chance zu treffen. Insgesamt durften alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so oft schießen, bis sie ein nummeriertes „Säckchen“ getroffen hatten. Wer erfolgreich war, durfte das „Säckchen“ abnehmen, die Nummer bei den Schrottwichtelgeschenken suchen, auspacken und sich freuen. Nach mehreren Runden waren schließlich alle „Säckchen“ getroffen und die Geschenke verteilt.
Die Freude einiger über die Präsente war jedoch nur von kurzer Dauer. Andere wiederum hofften sofort, das Geschenk möglichst schnell wieder loszuwerden. Denn nachdem alle getroffen hatten, begann das große Tauschen. Jeder musste, wenn er zum Tauschen aufgefordert wurde, eben genau dies tun. Wer sein Geschenk behalten und nicht tauschen wollte, für den galt es, mit dem Herausforderer eine 1-Pfeil-Runde auszuschießen – einmalig. Möglich war natürlich auch, zu verhandeln oder wieder zurückzutauschen oder ein Ringtausch zu starten – wenn alle Beteiligten damit einverstanden waren.

Zum Tausch standen unter anderem ein Schlagzeug spielender Weihnachtsmann, ein Ritterschild mit Ritterhelm und kleinem Schwert, ein Glas mit Lebkuchenherzen sowie Coca Cola- und Gilde-Socken und etliche andere unnütze Dinge.
Das Kleingedruckte (immer ganz wichtig): Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten sich verpflichten, das gewonnene Geschenk auch mitzunehmen. Das Fazit: Jeder hatte einen ungeliebten oder geschmacklosen Gegenstand entsorgt – einen anderen dafür gewonnen. Ein Abend mit viel Spaß und Begeisterung beim Tauschen. Dank an die Organisatoren!

Martina Steffen
